
‹Werter
is Muil gnu
drmit sie
nid mich›
Das Buch hat Zeit gebraucht – und macht sie sich zum Gegenstand. Gesammelt wurden Bilder und Notizen aus den letzten drei Jahren. Das Vorwort erzählt vom Fotografieren.
‹[…] Die Welt wirft Ballast ab. Hat sich in ein Ding gehäutet, fortgeschält. Aus den Augen verloren. Wurde mir Ding gewordenes Gegenteil von Warten.[…]›
Auf der Rückseite jedes nummerierten Exemplars ein Apfelkern aus dem Garten meiner Grossmutter. Die Kerne sind überwintert und pflanzbereit. Die namenlose, alte Sorte mag feuchte, sandige Erde. Das Buchbinderleinen stammt aus DDR-Restbeständen. Auf der Vorderseite haben die von Hand gebundenen Bücher eine jeweils unterschiedliche Fotografie als Titelschild.
Maximilian Lederer, Sprungschicht, Bern 2024, 240S., 30Ex., ausleihbar in der graphischen Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek


Maximilian Lederers Arbeiten präsentieren sich mit wohltuender Selbstverständlichkeit und Verspieltheit. Sie sind mutig, scharfsinnig und emotional präzise. Frei von starren Methoden und Techniken stellt sich Maximilian die Frage nach der richtigen Form neu – immerfort. Bewegliche Fotografie: nicht einmal in uns wird das Gesehene ruhig. Eine Kamera für das Echo menschlicher Begegnungen. Ganz Ohr sein, mit den Augen.Â
Er mag Dörrbirnen und Pilze und warmes Wasser auf kalten Händen. Dem springenden Punkt kann er lange zusehen: 14:09:07:96. Maximilian Lederer ist Fotograf in Bern (CH).Â
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Maximilian Lederer FotografÂ
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